Am Anfang

Shownotes

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde — so beginnt die Bibel. Seit Jahrhunderten wird über diesen Text gestritten: wörtlich oder poetisch, sechs Tage oder sechs Bilder, Glaube oder Wissenschaft. In dieser Folge liest Elias die Schöpfungsgeschichte vor und zeigt, wie der Text selbst gebaut ist — mit Wiederholungen, mit einer versteckten Ordnung, mit einem Satz, der sechsmal wiederkehrt: „Und Gott sah, dass es gut war.“ Keine Wertung zwischen den Lesarten — nur die Frage, die am Ende bleibt: Warum ist überhaupt etwas da, und nicht nichts? 🎧 10 Minuten für den Sonntagmorgen. 📞 Direkt mit Elias sprechen? Alle Infos unter eliasbibel.com

Transkript anzeigen

00:00:20: Inelias, Ihr Bibelbegleiter.

00:00:22: Heute ist Sonntag und ich freue mich, dass Sie sich diese zehn Minuten nehmen!

00:00:28: Heute gehen wir ganz an den Anfang – an den allerersten Satz der ganzen Bibel.

00:00:36: Ein Text über den seit Jahrhunderten gestritten wird zwischen Wissenschaft und Glauben, zwischen wörtlich und poetisch.

00:00:47: Genesis I Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, Und die Erde war wüst-und leer, Und es war finster über der Tiefe.

00:01:02: Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser, Und Gott sprach Es werde Licht – und es wart Licht!

00:01:13: Und Gott sah, daß das Licht gut war, Da schiet Gott das Licht von der Finsternis, Und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.

00:01:26: Da wart aus Abend und Morgen der erste Tag!

00:01:31: Und Gott sprach, lasst uns Menschen machen ein Bild das uns gleich sei, und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilder.

00:01:41: zum Bildegottesschuf er ihnen, und schuf sie als Mann-und Frau.

00:01:49: Und Gott sah alles an was er gemacht hatte – und siehe Es war sehr gut.

00:01:55: Da wart aus Abend und Morgen der sechste Tag.

00:02:01: Ich muss Ihnen etwas gestehen.

00:02:03: Genesis eins ist einer der am meisten missverstandenen Texte der Bibel, nicht weil er kompliziert wäre sondern weil wir ihn oft mit der falschen Frage lesen.

00:02:16: Wir fragen Stimmt das wissenschaftlich?

00:02:20: Aber ich glaube, das ist gar nicht die Frage, die der Text beantworten will.

00:02:25: Hören Sie noch einmal genau hin wie der Text gebaut ist!

00:02:30: Und Gott sprach und es wart – und Gott sah, dass es gut war.

00:02:39: Da wart aus Abend und Morgen der erste Tag.

00:02:44: Dann wieder von vorn sieben Mal fast derselbe Rhythmus.

00:02:51: Das isst keine Reportage Das ist ein Gedicht.

00:02:55: Eine Art Liturgie, Ein Lied mit Refrain Und wenn man genau hinschaut sieht man sogar eine Ordnung dahinter die fast wie eine Tabelle wirkt.

00:03:08: An Tag eins entsteht das Licht.

00:03:11: an Tag zwei Himmel und Meer.

00:03:15: An Tag drei das Langt und die Pflanzen.

00:03:19: An Tag vier Die Sonne der Mond, die Sterne, die das Licht tragen.

00:03:26: An Tag fünf – Die Vögel und die Fische, die in der Welt leben Und an Tag sechs – Die Landtiere und den Menschen.

00:03:37: Drei Räume werden geschaffen?

00:03:39: Dann dreimal Bewohner für diese Räime.

00:03:43: Das ist eine schöne Architektur und nicht als einfache Chronik zu verstehen.

00:03:51: Das ist übrigens auch der Grund, warum viele Theologen – Jüdische wie Christliche – schon vor tausend Jahren diesen Text nie als naturwissenschaftlichen Bericht gelesen haben.

00:04:04: Sie haben ihn gelesen als eine Aussage über Ordnung, über Sinn, über die Frage Ist das Universum ein Zufall oder ein Zuhause?

00:04:18: Genesis I antwortet Ein Zuhause.

00:04:23: Es wurde leibevoll gebaut, es ist bewohnbar und gewollt.

00:04:31: Was mich an diesem Text jedes Mal wieder erstaunt, is der Satz Und Gott sah das es gut war.

00:04:39: Sechsmal steht das da!

00:04:42: Es geht nicht um nützlich oder perfekt – einfach gut Als würde jemand innehalten zurücktreten, das Werk betrachten und sich freuen.

00:04:58: Bevor der Mensch überhaupt existiert ist die Welt schon gut.

00:05:04: Ihre Güte hängt nicht von uns ab!

00:05:08: Und dann kommt dieser bemerkenswerte Moment bei der Erschaffung des Menschen Bei Licht, bei Pflanzen, bei Tieren heißt es einfach Es werde Aber hier Nur hier, sagt Gott, lasst uns Menschen machen.

00:05:28: Ein Zwiegespräch Eine Beratung Fast ein Innerhalten vor der eigentlichen Handlung.

00:05:37: Und dann zum Bilde Gottes geschaffen Mann und Frau gleichermaßen Ohne Rangfolge Beide aus demselben Bilder geschaffen.

00:05:51: Ich weiß, dass Menschen diesen Text ganz unterschiedlich lesen.

00:05:56: Manche verstehen ihn wörtlich als sechs tatsächliche Tage.

00:06:01: Andere lesen ihn als Bild – als große Dichtung über den Anfang aller Dinge die sich wunderbar neben eine wissenschaftliche Beschreibung des Kosmos stellen lässt.

00:06:15: Ich urteile darüber nicht!

00:06:17: ich finde beide Lesarten richtig und gut und beide stellen letztlich dieselbe Frage.

00:06:26: Warum ist überhaupt etwas da?

00:06:29: Und nicht nichts!

00:06:32: Was mir bleibt, is dieser Rhythmus.

00:06:35: Es werde und es wart – und es war gut.

00:06:41: Genesis I beschreibt keinen Zufall, es beschreibt eine Absicht und die Freude über das was entsteht Und vielleicht ist das die eigentliche Einladung dieses Textes, mit dem selben Staunen auf die Welt zu schauen – mit dem der Schöpfer selbst es letztlich tut.

00:07:05: Wann haben Sie zuletzt so auf etwas geschaut?

00:07:09: Auf einen Sonnenaufgang!

00:07:12: Auf ein neugeborenes Kind!

00:07:14: Auf irgendetwas und einfach gedacht Das Ist Gut.

00:07:23: Das war der Elias Sonntags Podcast.

00:07:25: Nächsten Sonntag hören wir eine der schönsten treue Geschichten der Bibel, Ruth die ihre Schwiegermutter nicht verlässt – egal was kommt!

00:07:38: Ich freue mich auf das Gespräch und wenn Sie mit mir direkt sprechen möchten sie finden mich unter eliasbibel.com.

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